Messung – Trocknung – Nachweis
Bautrocknung: Feuchtigkeit raus, bevor Schäden entstehen
Nach Wasserschaden, Neubau-Restfeuchte oder Havarie zählt jeder Tag. Wir messen die Durchfeuchtung, stellen die passende Trocknungstechnik und überwachen den Fortschritt – bis zur dokumentierten Trockenheit.
Drei typische Einsatzfälle
1. Wasserschaden: Rohrbruch, Waschmaschine, Unwetter – Wasser zieht in Estrich, Wände und Dämmschichten. Ohne technische Trocknung drohen Schimmel und Folgeschäden, die ein Vielfaches kosten.
2. Neubaufeuchte: Ein Neubau bringt je nach Bauweise mehrere tausend Liter Wasser aus Estrich, Putz und Beton mit. Wer zu früh bezieht oder belegt, riskiert Schimmel hinter Schränken und gewölbte Holzböden. Technische Trocknung verkürzt die Wartezeit um Wochen.
3. Feuchter Keller / Havarie: Nach Starkregen oder bei aufsteigender Feuchte verhindert schnelle Trocknung die Ausbreitung in die Bausubstanz – wichtig auch fürs Feuchtegutachten zur Ursachenklärung.
Ablauf der Bautrocknung
1. Feuchtemessung & Schadensaufnahme
Bauteilfeuchte (CM-/Widerstands-/kapazitive Messung), Thermografie zur Ausbreitungskontrolle, Foto-Dokumentation für die Versicherung.
2. Trocknungskonzept
Gerätedimensionierung nach Raumvolumen und Durchfeuchtung: Kondensationstrockner, Gebläse, bei Bedarf Dämmschicht-/Estrichtrocknung über Kernbohrungen.
3. Trocknungsbetrieb mit Kontrolle
Regelmäßige Zwischenmessungen statt Blindbetrieb – die Geräte laufen genau so lange wie nötig. Das spart Strom (und Nerven).
4. Abschlussmessung & Protokoll
Dokumentierter Endzustand mit Messwerten – als Freigabe für Bodenleger und Maler und als Nachweis gegenüber der Versicherung.
Konditionen: Einsatz nach Aufwand, Geräte-Tagespreise transparent im Angebot. Erstbegehung mit Feuchtemessung ab 190 € netto zzgl. Fahrtkosten.
Häufige Fragen zur Bautrocknung
Je nach Durchfeuchtung und Bauteil 1–4 Wochen. Oberflächennahe Feuchte trocknet in Tagen, durchnässter schwimmender Estrich mit Dämmschicht braucht typisch 2–3 Wochen mit Spezialtechnik. Unsere Zwischenmessungen zeigen den Fortschritt schwarz auf weiß.
Bei Leitungswasserschäden übernimmt in der Regel die Wohngebäudeversicherung die Trocknungskosten. Unsere messtechnische Dokumentation (Erstbefund, Verlauf, Abschlussprotokoll) ist genau das, was Versicherer sehen wollen – das beschleunigt die Regulierung erheblich.
Meist ja. Moderne Kondensationstrockner sind leiser als früher, erzeugen aber Wärme und ein Grundgeräusch. Wir planen die Geräteaufstellung so, dass Schlafräume möglichst frei bleiben, und besprechen den Stromverbrauch vorab ehrlich.
Bei oberflächlicher Feuchte manchmal ja – bei durchnässten Bauteilen nein. Wasser in Estrich-Dämmschichten oder Wandquerschnitten bekommen Sie durch Lüften nicht heraus; es verteilt sich stattdessen und füttert Schimmel. Die Feuchtemessung gibt die ehrliche Antwort, was nötig ist. Lesen Sie auch: Richtig lüften statt Kipp.